Lernen


Konzept Lernraum an der Matthias-Claudius-Schule

„Jeder junge Mensch hat […] das Recht auf schulische Bildung, Erziehung und individuelle Förderung.“ (SchG§1, Abs.1)

 

I. Ausgangslage 

Die Idee des Lernraums (LR) basiert auf der im vergangenen Jahr gemachten Erfahrung, dass durch spontane und längerfristig andauernde Ereignisse (z. B. durch Unfälle oder Erkrankungen von KuK) eine zuverlässige individuelle Förderung vieler Schüler und Schülerinnen über längere Zeiträume nicht sicherzustellen war. Durch die vollständige Zuweisung der entsprechenden Kollegen/ Kolleginnen (KuK) zu festen Lerngruppen war v. a. die personalintensive sonderpädagogische Förderung betroffen.

 

Basierend auf der Tatsache, dass Unterrichtsfächer, die für spätere Lebenserfordernisse der Schüler und Schülerinnen (SuS) eine herausgehobene Bedeutung haben, war das Bestreben des Kollegiums prioritär die intensive pädagogische Arbeit mit SuS in diesem Bereich verlässlich anbieten zu können.

 

II. Konzeptidee 

In praxisorientierten Fächern, die Kreativität, manuelles Geschick oder musische Fähigkeiten ansprechen, sind SuS häufig erkennbar motiviert. Diese Stunden werden allgemein entspannter wahrgenommen, und die erforderliche pädagogische Arbeit ist in Einzelbesetzung einfacher umsetzbar als in vielen Kernfächern.

 

Die Anforderung des Kollegiums ist, im Interesse der SuS mit besonderen Lernbedarfen Strukturen zu schaffen, die eine fortlaufende intensive pädagogische Betreuung gewährleisten. Dabei ist eine zielgleiche Förderung aller SuS anzustreben und eine Betreuung im Klassenunterricht vorrangiges Ziel. Konsens bestand darin, auf einige Doppelbesetzungen zu verzichten und die Kapazitäten für die vorbeschriebenen Anforderungen zu bündeln.

 

III. Umsetzung und pädagogische Ausstattung

 

In der Stundenplanung gelingt es zu Beginn des Schuljahres 2025 /26 durch eine Kombination von sonderpädagogischen und speziell qualifizierten MPT-Kräften (u. a. einer Psychologin und einer Sozialpädagogin) einen Umfang 28 Stunden für die beschriebenen Aufgaben zur Verfügung zu stellen.

 

Essenziell erschien die Möglichkeit im Raumkonzept einen festen Raum zu etablieren, der den SuS als festes Angebot bekannt gemacht wird, dass sie auf freiwilliger Basis in Absprache mit der jeweiligen Lehrkraft für konzentriertes und ruhiges schulisches Arbeiten unter intensiver pädagogischer Betreuung nutzen können. Basiskompetenzen sind hier in besonderer Weise zu fördern. Deshalb können die SuS in Hauptfachstunden zuverlässig auf eine vielfältige, intensive Basiskompetenzförderung zurückgreifen.

 

Der Lernraum berücksichtigt unterschiedliche Lernstrategien und Bedürfnisse der Lernenden, um eine effektive und motivierende Lernumgebung zu schaffen.

 

Neben üblicher Möblierung werden hier individualisierte Aufgabenformate (Convertibles mit Lernapps, Lernspiele zur Förderung der Sozialkompetenz und Konzentrationsfähigkeit, haptisch orientierte Materialien für die Erstförderung, …) für die SuS bereitgestellt, auf die jeder betreuende Kollege Zugriff hat. Spontan zu betreuende SuS bekommen ihre Aufgaben von ihrem unterrichtenden Lehrer, um den Anschluss an das Unterrichtsgeschehen zu gewährleisten.

 

Eine geordnete Dokumentation der Lernfortschritte wird stundengenau für den einzelnen Schüler durch eine persönliche digitale Karteikarte sichergestellt, um Überschneidungen zwischen den einzelnen Betreuungspersonen zu vermeiden.

 

Um eine ruhige Lernatmosphäre zu gewährleisten, werden unterschiedlich strukturierte Arbeitsplätze angeboten. Eine großzügige Verteilung einzelner SuS ohne unmittelbaren Sitznachbarn ist ebenso möglich, wie eine geordnete Kleingruppenarbeit.

 

Darüber hinaus wurden gezielt wenige und transparente Regeln vereinbart, die vom Betreuungspersonal mit besonderer Intensität umgesetzt werden:

 

  • Ich warte an der Tür
  • Ich bekomme vom Lehrer einen Platz
  • Ich gehe leise an meinen Platz
  • Ich arbeite leise und störe nicht
  • Ich zeige auf, wenn ich eine Frage habe

Wenn diese Regeln vorsätzlich verletzt werden, ist eine Überstellung in den Reflektionsraum mit den dort geltenden Konsequenzen vorgesehen.

 

Düren, im August 2025

 



Insbesondere für SchülerInnen des 9. und 10. Jahrgangs, hilfreich  zur Vorbereitung auf die zentralen Abschlussprüfungen (ZAP):

 

https://www.stark-verlag.de/studysmarter

 

https://finale.westermann.de/grundlagentraining/online

 

Prüfungsaufgaben ZAP 10


Hier stehen Euch die Prüfungsaufgaben aus den vorangegangenen drei Prüfungsjahren zum Download zur Verfügung.
https://www.standardsicherung.schulministerium.nrw.de/cms/login.php

Schülerinnen und Schüler, die sich mit den Aufgaben vertraut machen wollen und noch kein Passwort haben, wenden sich bitte an ihre jeweilige Fachlehrkraft oder

die Klassenlehrerin bzw. den Klassenlehrer.